Online-Shop Ladezeiten massiv optimieren — 5 Expertentipps

Ein Beitrag von Florian Hoppe für MOONDRIVE Digital — 22.06.2020

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Bevor wir loslegen, lass mich Dir folgende Fragen stellen:

Hast Du bereits die Ladezeiten Deines Shops geprüft? Wenn ja, schon mal gut. Hast Du geräteübergreifend die Ladezeiten geprüft? Wenn ja, nicht schlecht.
Hast Du es auch für unterschiedliche Verbindungszeiten geprüft? Falls ja, perfekt. Denn das versäumen viele Händler.

Dabei hat sich unser Konsumverhalten das letzte halbe Jahrzehnt stark in die mobile Welt verlagert.

Von allen Online-Käufern in Deutschland geben 58 % an bereits einen Kauf über Ihr Mobiltelefon oder Tablet getätigt zu haben.

Und Menschen lieben schnelle Seiten. Je schneller, umso besser.

Schon 2010 wurden von Google Mitarbeitern folgende Aussagen getätigt:

There have been studies by Akamai who found that two seconds is actually the threshhold for e-commerce site acceptability. Meaning that that’s what users like to shop with. At Google, we aim for under a half second. — Maile Ohye, Google, 2010

2019 wurde von John Mueller bestätigt, Speed ist definitiv ein Google Ranking Faktor.

Die Konsequenzen von zu hohen Ladezeiten sind also wie folgt:

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Jede Sekunde zählt.

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Okay, also was kann man tun? Ich liste meine besten 5 Tipps für Dich auf und wünsche Dir, dass Du schnellstmöglich in die Umsetzung gehst:

1) CDN — Entlastung für Deinen Shop

Ein Content Delivery Network (CDN), oder auch Content Distribution Network genannt, ist ein Netz regional verteilter und über das Internet verbundener Server, mit dem Inhalte — insbesondere große Mediendateien — ausgeliefert werden. Ein CDN stellt skalierende Speicher- und Auslieferungskapazitäten zur Verfügung und gewährleistet auch bei großen Lastspitzen einen optimalen Datendurchsatz. — Wikipedia

Soweit zur Wiki Definition. Für uns bedeutet das vor allem eins, das CDN entlastet unseren Shop. Dies ist vor allem bei umfangreicheren Produktkatalogen sehr nützlich. Das CDN fungiert so quasi als Helfer bei der Auslieferung der von Usern angeforderten Mediendaten.

Folgende Anbieter haben sich für mich beim Einsatz eines CDN bisher besonders bewährt:

a) Cloudflare und
b) Rackspace

2) Code Optimierungen — einmal durchputzen, bitte!

Aufräumen kann helfen. Und zwar unter der Haube. Code Optimierungen haben ein Ziel: den Shop entschlacken und die Rechenlast, die der Webserver bei der Verwertung des Codes leisten muss, zu minimieren. Hierzu bietet Google die nötigen Insights und eine Auflistung der geeigneten Werkzeuge.

3) Das richtige Hosting Du wählen musst

Ein gutes Hosting ist das Fundament und garantiert uns Skalierbarkeit und Flexibilität. Generell unterscheiden wir folgende Arten:

a) Shared Hosting

Beim Shared Hosting wird die Homepage auf einem System des jeweiligen Webhosting-Anbieters gespeichert. Dabei teilen Sie sich das Server-System zeitgleich mit vielen anderen Webseiten. Shared Hosting ist eine einfache und vor allem günstige Methode.

b) Virtuelle Server

Bei dieser Methode teilst Du Dir mit nur einigen wenigen Webseiten einen Server. Die Zahl ist hierbei sehr überschaubar, sodass Du hier eine Garantie für gewisse Leistungen erhalten kannst und auch bestimmte Besucherzahlen auf Deiner Page können in der Regel ohne Probleme bewältigt werden. Die Server-Ressourcen können hier relativ flexibel zugeteilt werden und auch das Angebot an Funktionen ist vielfältiger als beim Shared Hosting.

c) Dedizierter Server

Mit einem eigenen Server hast Du dedizierte und nur Dir zur Verfügung stehende Ressource, weil der gemietete Server nur Deine Seite enthält.

d) Cloud Hosting

Cloud Hosting ist relativ neu. Der Webhoster stellt hier für Dich die Rechenkapazität bereit, wobei nur die tatsächlich nachgefragte Rechenleistung abgerechnet und somit auch bezahlt werden muss. Schwankungen bei der Rechenkapazität können flexibel vom Anbieter angepasst werden, wodurch eine variable Verfügbarkeit realisiert werden kann.

Die beste und zeitgemäße Option für E-Commerce ist zweifelsfrei Cloud Hosting, weil es mit dem Traffic Schritt halten kann. Es stehen Dir somit nahezu unbegrenzte Wachstums- und Skalierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Perfekt!

4) Google Tag Manager, muss sein

Um Deinen Shop aufs nächste Level zu heben, verwendest Du sicherlich diverse Tracking Lösungen, um Deine Kunden und Besucher best möglichst kennenzulernen. Deine Marketingaktivitäten profitieren sehr davon.

Nun gibt es auf dem Markt unzählige Lösungen, viele davon berechtigt. Doch das Problem ist: viele JavaScript Aufrufe gehen zulasten der Leistung.

Die Lösung: Ein Tag Management System (TMS). Ich empfehle den Einsatz des Google Tag Managers, womit Du die Anzahl an nötigen JavaScript Requests signifikant reduzieren kannst. Außerdem werden die Codeschnipsel asynchron geladen. Das sorgt dafür, dass Dein Shop weiterhin lädt ohne auf die Schnipsel oder dessen Ergebnis warten zu müssen. Das geschieht einfach im Background.

5) Mach die Bilder kleiner, verdammt!

Verwendete Bilder sollten in der kleinsten nötigen Größe vorliegen. In Adobe Photoshop gibt es hierfür bspw. die Option “Save for Web“. Mit diesem Befehl wird neben einer kleinen Dateigröße weiterhin der Blick auf eine angemessene Bildqualität geworfen.

Für eCom empfehle ich Dateigrößen von unter 80kb.

Einige Shop Systeme wie z. B. Shopify bieten zudem built-in die Einsatzmöglichkeiten fortgeschrittener Optionen:
a) srcset
b) lazyload

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Florian Hoppe ist Inhaber der Wachstumsagentur MOONDRIVE Digital in Essen. Parallel zum Aufbau der Agentur kümmert er sich vor allem um Kundenprojekte. Er ist Experte für Kampagnen, Strategie und Social Media. Sein Feuer für Online-Marketing wurde 2009 entfacht. Sein Motto: „Erfolg ist eine Entscheidung.“

Erfolg ist eine Entscheidung. Wir liefern Ergebnisse. Mehr Kunden. Mehr Personal. messbar, transparent & authentisch.

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